Willi-Bleicher-Preis

Journalismuspreis der IG Metall Baden-Württemberg

Willi-Bleicher-Preis 2013

Journalismuspreis der IG Metall Baden-Württemberg

In diesem Jahr verleiht die IG Metall Baden-Württemberg zum zweiten Mal ihren Willi-Bleicher-Preis. Er geht an engagierte Journalistinnen und Journalisten, die in ihren Beiträgen die Arbeitswelt in Baden-Württemberg in den Mittelpunkt rücken, aus dem Leben und Erleben abhängig Beschäftigter berichten und Geschichten über Menschen und ihre Arbeit und den immer fließenderen Übergang zwischen Arbeit und Leben erzählen. Somit widmen sie sich Themen, die zwar einen Großteil der Bevölkerung direkt oder zumindest indirekt berühren, die aber in der immer breiter werdenden Unternehmensund Finanzberichterstattung leider immer weniger Raum haben.

Bild: Jörg Hofmann
Jörg Hofmann

Dabei sind die aktuellen Veränderungen der Arbeitswelt gravierend und für viele abhängig Beschäftigte einschneidend. Umso mehr lohnt es sich, ein Auge auf diese Themen zu haben. Umso wichtiger scheint es uns, Journalismus zu fördern und auszuzeichnen, der sich mit dieser Lebenswirklichkeit der Menschen beschäftigt, statt nur über nackte Unternehmenswerte und kalte Bilanzzahlen zu berichten. Es ist wichtig, diese lebendige Form des Journalismus am Leben zu halten.

Auch in diesem Jahr haben uns viele gute Beiträge erreicht und wir sind extrem stolz darauf, den Willi-Bleicher-Preis für herausragende journalistische Arbeiten vergeben und so die Arbeit anerkennen zu können. Neben überzeugender Themenwahl stand für uns auch journalistische Qualität, eigenständige Recherche und ein entsprechender Problemaufriss im Mittelpunkt. All diese Kriterien wurden nach einhelliger Meinung der Jury durch die Preisträger erfüllt.

Cover: Broschüre Willi-Bleicher-Preis 2013
Willi-Bleicher-Preis 2013
(PDF-Format; 5,6 MByte)

Dennoch sind die Entscheidungen der Jury nicht leicht gefallen - sie hat sie sich aber auch nicht einfach gemacht. An dieser Stelle unseren herzlichen Dank an Prof. Frank Brettschneider, Peter Heilbrunner und Wolfgang Schorlau für ihre Bereitschaft, in der unabhängigen Jury so engagiert mitzuwirken.

Die Jury hat in diesem Jahr entschieden, jeweils zwei Preise für Print-Journalismus und für Arbeiten in den elektronischen Medien (Fernsehen, Rundfunk, Internet) zu vergeben. Für ihre gedruckten Arbeiten wurden Hermann G. Abmayr und Christine Keck ausgezeichnet, die sich beide mit den Folgen der Schlecker-Pleite für die Beschäftigten befassten - Abmayr für "Emmas Enkel bei Tante Verdi", erschienen in Kontext:Wochenzeitung, und Keck für "Mit 57 zum Glück gezwungen" aus der Stuttgarter Zeitung. Jürgen Rose und Claus Hanischdörfer erhielten für die im Ersten gesendete Fernsehreportage "Hungerlohn am Fließband - wie Tarife ausgehebelt werden" einen Preis und Heike Scherbel vom SWR Fernsehen für ihren Beitrag über "Flughafenbeschäftigte". Unseren herzlichen Glückwunsch!

Auch im kommenden Jahr wird der Willi-Bleicher-Preis vergeben. Die Ausschreibung startet praktisch unmittelbar nach der diesjährigen Verleihung und endet am 30. Mai 2014. Bis dahin freuen wir uns auf zahlreiche spannende, interessante und journalistisch hochwertige Beiträge, die für die Preisverleihung eingereicht werden.

Jörg Hofmann
Bezirksleiter
IG Metall Baden-Württemberg

Preis 2013

Die Preisverleihung

Die Beiträge